henna tattooHenna Tattoo – Verschönerungen des Körpers ohne Schmerzen

Nach wie vor liegen Tattoos im Trend, doch viele Menschen scheuen sich auch davor, den schmerzhaften Schritt zu gehen, sich den Körper für immer mit einem Bild versehen zu lassen. Wer dennoch nicht auf eine Veredelung verzichten möchte, der kann zu einem Henna Tattoo greifen. Das Henna Tattoo, auch bekannt als Mehndi, wird gerne als eine Alternative zum klassischen Tattoo angeboten. Es kann selbst oder auch von Profis aufgetragen werden.

Henna – eine Definition

Die Bezeichnung Henna Tattoo basiert darauf, dass die Farben für die Hautverzierungen aus den Blättern des sogenannten Henna-Strauches gewonnen werden. Der Strauch heißt Lawsonia. Die Blätter des Strauches werden getrocknet und in einer traditionellen Weise gemahlen. Hier wird beispielsweise ein Stößel verwendet. Anschließend wird das Pulver mit Flüssigkeit zu einer Paste verrührt. Ganz so einfach wie es klingt ist es aber doch nicht. Denn damit die typische rote Farbe bei einem Henna Tattoo entstehen kann, muss sichergestellt werden, dass die Blätter des Strauches im Schatten trocknen. Wer sie in die Sonne zum Trocknen legt, der wird feststellen, dass der rote Farbstoff durch die starke Sonneneinstrahlung zerstört wurde.

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Wie entsteht die Färbung der Haut durch Henna?

Der Vorteil bei einem Henna Tattoo ist natürlich, dass es sich hierbei nicht um eine dauerhafte Tätowierung handelt. Während bei einer klassischen Tätowierung der Farbstoff mit Hilfe einer Nadel tief unter die Hautschichten gespritzt wird, bleibt Henna in den ersten Hautschichten. Die Paste wird direkt auf die Haut aufgetragen. Hier kann mit den Fingern oder auch mit einem Pinsel gearbeitet werden. Die Paste zieht dann in die Haut ein und verfärbt diese durch den roten Farbstoff. Durch Sonne, das Waschen der Haut sowie das Abtragen von abgestorbenen Hautschuppen lässt die Färbung nach und das Tattoo muss erneuert werden. Wer es nicht mehr haben möchte, der erneuert es einfach nicht.

 

Ist Henna für die Haut gefährlich?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob der Farbstoff aus der Natur wirklich so unbedenklich für die Haut ist, wie gesagt wird. Schon im alten Ägypten haben sich die Menschen mit Hilfe von Henna nicht nur die Haut, sondern auch die Haare und die Nägel gefärbt. Tatsächlich haben sich in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder allergische Reaktionen an Hautstellen gezeigt, wo mit Henna gearbeitet wurde. Das Problem hierbei ist jedoch nicht der natürliche Wirkstoff in der Henna-Pflanze. Stattdessen werden inzwischen die Farbstoffe der Pflanze chemisch hergestellt. Ziel ist es, die Farben dunkler wirken zu lassen und für eine längere Haltbarkeit zu sorgen. Das Problem dabei ist jedoch, dass diese chemisch hergestellten Stoffe para-Phenylendiamin enthalten, kurz auch als PPD bekannt. Dieser Inhaltsstoff kann dafür sorgen, dass eine allergische Reaktion entsteht. Daher ist es wichtig, ausschließlich mit Henna-Farbe zu arbeiten, die nicht künstlich hergestellt wurde. In vielen Urlaubsländern wird den Touristen angeboten, mit Henna schöne Zeichnungen auf die Haut auftragen zu lassen. Wer sich unsicher ist, ob es sich hier um rein natürliche Farben handelt, sollte lieber auf die Verzierungen verzichten.

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Wie kann ein Henna Tattoo selbst gemacht werden?

Wer ein wenig künstlerisch begabt ist, der kann sich auch selbst ein Henna Tattoo zeichnen. Dafür kann eine bereits fertige Paste genutzt werden. Teilweise wird im Handel auch Hennapulver angeboten. Dieses wird dann mit Wasser gemischt, so dass eine Paste entsteht. Die Hautstelle, auf der das Tattoo entstehen soll, wird ordentlich gereinigt und gesäubert. Es ist wichtig, dass hier keine Rückstände von Creme oder Make-up zu finden sind. Es gibt eine große Auswahl an Muster-Schablonen. Diese werden auf die Haut aufgelegt. Mit Hilfe von einem Pinsel werden die Muster dann nachgezeichnet und die Schablonen anschließend vorsichtig entfernt. Natürlich ist es auch möglich, selbst kreativ zu werden und den Pinsel zur Hand zu nehmen.

Wichtig: Nachdem das Henna Tattoo aufgezeichnet wurde, muss es mehrere Stunden trocknen. Dafür wird das Bild dann mit einem Tuch abgedeckt. In der Zwischenzeit wird immer wieder geprüft, ob die Farbe bröckelt.

Bröckelt das Tattoo dann, wird ein sauberes Tuch in Öl getränkt. Hier kann durchaus Babyöl genutzt werden. Das Tattoo wird mit dehenna tattoom Tuch eingerieben und die restlichen Brösel entfernt. Unter den Bröseln kommt dann das Tattoo zum Vorschein.

Wie lange hält ein Henna Tattoo?

Je nach Qualität der Farbe kann ein Henna Tattoo bis zu zwei Wochen seine volle Farbe behalten. Dann fängt es an, nach und nach zu verblassen und muss erneuert werden.

Kina – ein schöner Brauch aus der Türkei

kinaIn Bezug auf Henna gibt es einen ganz besonderen Brauch, der unter Muslimen sehr bekannt ist. Kina ist der Begriff für die sogenannte Henna-Nacht (auch Kina Gecesi genannt). Hierbei handelt es sich um den Namen für einen Brauch, der sich auf die Nacht vor der Hochzeit einer Braut bezieht. Am Vortag der Hochzeitsfeier kommen die engsten Verwandten sowie die besten Freundinnen der Braut zusammen und verzieren die Finger und Handflächen der Braut mit Henna. Gemeinsam wird nun der letzte Tag als alleinstehende Frau gefeiert. Kina ist auch ein Abschied, denn die Frau verlässt ihr Elternhaus und wird nach der Hochzeit bei ihrem Mann leben. Die Henna-Farben sind in einem Rotbraun gehalten, denn Rot ist die Farbe der Liebe, des Wohlstandes und der Fruchtbarkeit.

 

 

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